Am 30. Mai 1909 wurde er in Chicago geboren: Benjamin David Goodman. Mit zehn Jahren nahm er Klarinettenunterricht bei Franz Schoepp und trat 1924 seiner ersten Band, der High-School-Band "Austin High Band", bei. Ein Jahr später, er war zarte 16 Jahre alt, erhielt er ein Engagement beim New Yorker Orchester von Ben Pollack als Klarinettist. Es ging also früh los und sein Talent sollte ihn nochmal unvergessen machen.

Nachdem 1926 seine erste Schallplatte mit dem New York Orchester herauskam und er drei Jahre später als Freelance-Musiker in diversen Radioshows auftrat, gestaltete er 1934 mit seiner eigenen Bigband eigene Radioshows: "Let's Dance" (1934), "Camel Caravan" (1937-1949) und "Old Gold" (1941).

Der "King of Swing", wie die Presse ihn schnell betitelt, ging in die Geschichte ein. Sein Aussergewöhnlicher Bigband-Stil breitete sich schnell über Amerikas Grenzen hinaus aus. Am 16. Januar 1938 dann spielte Goodman mit seinem Orchester als erstes Jazz-Orchester in der New Yorker Carniegie Hall. Das Konzert ist bis heute legendär. Ein Jahr später erscheint seine Autobiographie "The Kingdom if Swing (Mein Weg zum Jazz)".

Privat entschied sich Goodman 1942 für die Heirat mit Alice Hammond Duckworth. Diese Ehe brachte zwei Kinder hervor.

Aber sein Weg war nicht immer mit Erfolg gepflastert: Als 1946 die Swing-Ära seinen niedergang erlebte, blieb auch Goodman und sein Orchester nicht davon verschont. Es ging sogar so weit, dass er sein Orchester vorübergehend auflösen musste. Aber er gab nicht auf. 1950 ging Goodman auf Europatournee und gründete 1955 eine neue Bigband, mit der er in Nord- und Südamerika, Europa und im Fernen Osten tourte. The King of Swing war wieder da. Kein Wunder also, dass man sein Leben verfilmte. "Die Benny Goodman Story" erschien 1955.

Die Deutschen mussten lange auf ihn warten. Erst 1958 trat Goodman das erste mal in Deutschland auf und startete ein Jahr spät;er dann seine Europatournee in München. Dieser Mann war einfach nicht mehr wegzudenken und seine Entwicklung in der Musik ging immer weiter. So spielte er 1961 mit den Londoner Philharmonikern.

Nach seiner Tour durch Russland 1962 wurde es etwas ruhig um den König des Swing. Erst 1978 sah man ihn wieder auf der grossen Bühne: Beim Jübiläumskonzert in der New Yorker Carnegie-Hall. Am 13. Juni 1981 starb Benny Goodman im Alter von 72 Jahren.